Welche Pflegeprodukte eignen sich nach einem chemischen Peeling?

Direkt nach dem Peeling: was Ihre Haut jetzt braucht

Unmittelbar nach einem chemischen Peeling ist Ihre Hautbarriere vorübergehend empfindlicher. Setzen Sie daher auf eine minimalistische Routine mit pH-milder, duftstoff- und alkoholfreier Reinigung sowie einer beruhigenden, reichhaltigen Pflege. Formulierungen mit Ceramiden, Panthenol (Provitamin B5), Squalan und ggf. Cholesterol unterstützen die Regeneration, reduzieren Spannungsgefühl und stärken die Barriere. In den ersten 24–72 Stunden sollten Produkte brennen oder reizen dürfen gar nicht erst auf die Haut. Wenn ein Produkt sticht, setzen Sie es ab und greifen Sie zu noch simpleren, dermatologisch getesteten Basics.

 

Sonnenschutz nach chemischem Peeling: SPF 50 ist Pflicht

UV-Schutz ist der wichtigste Teil Ihrer Nachsorge. Wählen Sie einen breitbandigen SPF 50, idealerweise mineralisch mit Zinkoxid und/oder Titandioxid, da diese Filter auf frisch behandelter Haut meist besser verträglich sind. Tragen Sie großzügig auf und erneuern Sie den Schutz im Freien alle zwei bis drei Stunden. Tönungen dürfen ergänzen, ersetzen den Schutz aber nicht. Vermeiden Sie direkte Sonne, Solarium und intensive Wärmequellen; so beugen Sie Rötungen, verzögerter Heilung und Post-Inflammatory Hyperpigmentation (PIH) vor.

 

Beruhigende & reparierende Wirkstoffe: Ceramide, Panthenol, Cica

In der frühen Heilungsphase profitieren Sie von Inhaltsstoffen, die gezielt beruhigen und reparieren. Ceramide füllen Barrierebausteine auf, Panthenol lindert Irritationen, Squalan spendet seidig-leichte Lipide ohne zu beschweren. Hyaluron bindet Feuchtigkeit in verschiedenen Molekulargrößen, während Cica/Madecassoside (Centella asiatica) Rötungen mildern kann. Duftstoffe, Menthol oder ätherische Öle sollten Sie vermeiden, um unnötige Reize zu verhindern. Achten Sie auf „nicht komedogene“ Formulierungen, wenn Ihre Haut zu Unreinheiten neigt.

 

Feuchtigkeit & Barriereschutz: Hyaluron, Squalan – okklusive Pflege ja oder nein?

Ausreichend Feuchtigkeit ist zentral, denn Schäl- und Spannungsgefühle sind normale Begleiterscheinungen. Leichte Gels mit Hyaluron und Glycerin lassen sich gut schichten; darüber stabilisieren Squalan und ceramidreiche Cremes den Barriereschutz. Eine okklusive Salbe kann punktuell sinnvoll sein, etwa an Mundwinkeln oder sehr trockenen Arealen. Tragen Sie sie dünn auf und beobachten Sie die Haut. Bei unreiner Haut ist eine sparsame, lokale Anwendung ratsam, um Poren nicht unnötig zu belasten.

 

Tabu-Liste & Wiedereinstieg: Retinol, AHA/BHA, Vitamin C

Aktive Wirkstoffe machen ein Peeling wirkungsvoll, gehören aber nicht in die akute Heilungsphase. Retinol/Retinal, AHA/BHA/PHAs, hochdosierte Ascorbinsäure sowie mechanische Scrubs sollten Sie je nach Tiefe des Peelings fünf bis sieben Tage, bei TCA/Jessner ggf. länger pausieren. Steigen Sie erst wieder ein, wenn die Haut ruhig ist: Beginnen Sie mit niedriger Frequenz (ein- bis zweimal pro Woche), beobachten Sie die Verträglichkeit und erhöhen Sie langsam. Gut verträgliche Optionen für die Übergangsphase sind Niacinamid in niedriger Dosierung oder sanfte Antioxidantien-Derivate; reine Ascorbinsäure starten Sie später.

 

Hauttypen-Guide: empfindlich, Akne, Rosacea, Hyperpigmentierung

Empfindliche oder Rosacea-Haut profitiert von duftstofffreien, reizarmen Cremes mit Panthenol, Allantoin und Ceramiden sowie mineralischem SPF. Bei Aknehaut sind leichte, nicht komedogene Texturen ideal; okklusive Produkte setzen Sie gezielt und sparsam ein. Wenn Sie zu Hyperpigmentierung neigen, ist konsequenter Sonnenschutz der Schlüssel. Nach Abklingen der Irritation können Azelainsäure oder Tranexamsäure helfen, Pigmentverschiebungen zu minimieren – den Startzeitpunkt stimmen wir in der Stadtwald Klinik individuell ab.

 

7-Tage-Pflegeplan: Orientierung für die erste Woche

In den ersten drei Tagen gilt „weniger ist mehr“: sanfter Cleanser, beruhigende Feuchtigkeit, SPF 50 am Morgen; abends Reinigung und Barriereschutz, bei Bedarf punktuell okklusiv. Make-up ist frühestens nach 24–48 Stunden sinnvoll, vorzugsweise mineralisch und nicht komedogen; entfernen Sie es abends sehr sanft. Ab Tag vier bis sieben können Sie bei reizfreier Haut Niacinamid oder eine feuchtigkeitsspendende Maske ergänzen. Sport, Sauna und Schwimmbad pausieren Sie je nach Peelingtiefe mindestens 24–72 Stunden, da Hitze, Schweiß und Chlor reizen können. Keinesfalls Schorf oder Schälhäutchen abziehen, sondern die Haut natürlich abheilen lassen.

 

Kombination mit weiteren Behandlungen: sinnvoller Abstand ist entscheidend

Viele Patientinnen und Patienten kombinieren Peelings mit Mikroneedling, Laser, LED oder minimalinvasiven Verfahren. Der richtige Abstand schützt die Hautbarriere und optimiert Ergebnisse. In der Stadtwald Klinik planen wir Behandlungsserien so, dass Heilungsfenster, Jahreszeit und Ihr Alltag zusammenpassen. Auch wenn Ihr Fokus derzeit auf Hautpflege liegt: Für Faltenglättung setzen wir bei Bedarf auf Muskelrelaxans–Behandlungen, die wir zeitlich so terminieren, dass sich Wirkstoffroutine und Nachsorge nicht in die Quere kommen.

 

Häufige Fragen und Warnzeichen

Leichtes Spannen, milde Rötung und Schälung sind üblich. Starke Schmerzen, zunehmende Rötung oder Schwellung, Pusteln oder nässende Areale sind keine normalen Zeichen. Bitte melden Sie sich in solchen Fällen umgehend bei uns, damit wir die Nachsorge anpassen. Die richtige Produktauswahl reduziert Risiken, beschleunigt die Heilung und maximiert das Ergebnis Ihres Peelings.

 

Fazit: Mit der richtigen Nachpflege zum optimalen Ergebnis

Die beste Haut nach einem chemischen Peeling entsteht nicht nur im Behandlungsraum, sondern vor allem in den Tagen danach. Eine reduzierte, duftstoff- und alkoholfreie Routine, reich an Ceramiden, Panthenol, Squalan und Hyaluron, kombiniert mit konsequentem SPF 50 ist der Goldstandard. Verzichten Sie zunächst auf Retinol sowie AHA/BHA und schleichen Sie aktive Wirkstoffe erst bei vollständig beruhigter Haut wieder ein. Wer zu PIH neigt, verhindert mit strengem UV-Schutz und späterem, gezieltem Einsatz von Azelainsäure oder Tranexamsäure unschöne Pigmentverschiebungen. Weil Peelings und Hautzustände unterschiedlich sind, lohnt sich ein individuell abgestimmter Plan.

Ihre Haut verdient die beste Nachsorge.

Lassen Sie sich in der Stadtwald Klinik persönlich beraten und erhalten Sie Ihren individuellen Post-Peel-Pflegeplan – sicher, wirksam, hauttypgerecht. Vereinbaren Sie jetzt Ihren Termin telefonisch oder online – wir sind für Sie da.

Sie fragen. Wir antworten.

Sanfte, pH-milde Reinigung ohne Duftstoffe/Sulfate, eine beruhigende Feuchtigkeitscreme mit Ceramiden/Panthenol/Squalan und konsequent SPF 50 (idealerweise mineralisch mit Zinkoxid/Titandioxid).

Für 5–7 Tage (je nach Peelingtiefe länger) kein Retinol/Retinal, keine AHA/BHA/PHAs, kein hochdosiertes Vitamin C (Ascorbinsäure), keine Peelings/Scrubs, keine stark parfümierten Produkte oder Alkoholtoner.

Wenn die Haut sich beruhigt hat (keine Rötung/Spannung/Schuppung mehr): start mit 1–2× pro Woche und steigern, sobald es reizfrei bleibt. Nach tieferen Peelings individuell länger pausieren.

Ja, 2–5 % Niacinamid ist meist gut verträglich, stärkt die Hautbarriere und kann Rötungen mildern. Beobachten Sie die Hautreaktion und starten Sie niedrig dosiert.

SPF 50, breitbandig, vorzugsweise mineralisch (Zinkoxid/Titandioxid). Großzügig auftragen (ca. 2 Fingerlängen fürs Gesicht) und alle 2–3 Stunden nachlegen – besonders bei Aufenthalt im Freien.

Nach 24–48 Stunden, wenn die Haut nicht mehr brennt: mineralisches, nicht komedogenes Make-up/BB mit SPF-Verstärkung. Abends gründlich, aber sanft abreinigen.

Bei starkem Spannungsgefühl oder punktuell trockenen Arealen kann eine dünne, zeitlich begrenzte Okklusion (z. B. petrolatum-basiert) beruhigen. Bei Neigung zu Unreinheiten sparsam und nur lokal nutzen.

Hyaluron, Glycerin, Squalan, dazu Ceramide/Cholesterol/Fettsäuren für den Barriereschutz. Cica/Madecassoside kann zusätzlich beruhigen.

Nicht zupfen! Mit Feuchtigkeit/Barriereschutz arbeiten, Sonnenschutz strikt einhalten und mechanische/chemische Peelings pausieren, bis die Schälung vorbei ist.

Konsequenter UV-Schutz ist der wichtigste Schritt. Nach Abklingen der Irritation können Azelainsäure oder Tranexamsäure sinnvoll sein – Einstieg abgestimmt mit der Behandlerin/dem Behandler.

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